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Reflux, Sodbrennen & Magenschmerzen – reicht Medikation allein aus?

10 April 2026  •  Lesezeit 3 Minuten

Sodbrennen, Druck im Oberbauch oder Magenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Alltag.

In vielen Fällen helfen säurereduzierende Medikamente zunächst gut und verschaffen spürbare Linderung. Doch wenn Beschwerden regelmäßig auftreten, über Wochen anhalten oder immer wiederkehren, reicht es oft nicht aus, nur das Symptom zu behandeln. Dann sollte auch die Ursache genauer abgeklärt werden.

Die Symptome sind vielfältig. Typische Symptome sind:

  • Sodbrennen
  • saures Aufstoßen
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Magenschmerzen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit

Viele Menschen greifen zunächst zu Medikamenten, die die Magensäure reduzieren. Säurehemmende Medikamente wirken, indem sie die Produktion von Magensäure reduzieren. Dadurch wird die Schleimhaut geschont und Beschwerden nehmen häufig ab. Das ist in vielen Fällen sinnvoll. Aber Medikamente können Symptome unterdrücken, liefern jedoch keine Information darüber, warum die Beschwerden entstehen. Bleiben die Symptome jedoch bestehen oder treten immer wieder auf, stellt sich die Frage nach der zugrunde liegenden Ursache.

Hinter Reflux oder Magenschmerzen können verschiedene Veränderungen stehen. Dazu gehören unter anderem:

  • Entzündungen der Magenschleimhaut
  • Reflux-bedingte Schleimhautschäden
  • Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
  • bakterielle Infektionen
  • funktionelle Magenstörungen

Diese Ursachen lassen sich anhand der Symptome allein nicht sicher unterscheiden. Eine gezielte Untersuchung schafft hier Klarheit.

Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist das zuverlässigste Verfahren, um die Schleimhaut von Speiseröhre und Magen direkt zu beurteilen. Mit einem flexiblen Endoskop wird der obere Verdauungstrakt untersucht. Dabei können Veränderungen genau erkannt und eingeordnet werden. Die Untersuchung ermöglicht:

  • Erkennung von Entzündungen
  • Beurteilung von Reflux-Schäden
  • Nachweis eines Zwerchfellbruchs
  • Entnahme von Gewebeproben
  • Ausschluss anderer Veränderungen

Diese Informationen sind entscheidend, um die Behandlung gezielt anzupassen.Eine langfristige Therapie sollte sich nicht nur an den Symptomen orientieren, sondern an der Ursache. Wird eine Entzündung oder andere Veränderung festgestellt, kann die Behandlung entsprechend angepasst werden. In manchen Fällen reicht eine medikamentöse Therapie aus, in anderen sind zusätzliche Maßnahmen sinnvoll.

Moderne Gastroskopien werden in der Regel unter Sedierung durchgeführt. Patientinnen und Patienten schlafen entspannt und bekommen von der Untersuchung kaum etwas mit. Das Verfahren ist kurz, gut überwacht und meist gut verträglich.

Viele berichten im Nachhinein, dass die Untersuchung weniger belastend war als erwartet.

1. Ist eine Gastroskopie schmerzhaft?

- Die Untersuchung ist schmerzhaft, kann aber ohne Sedierung als unangenehm empfunden werden. Meist wird eine Sedierung („Dämmerschlaf“) angeboten, sodass Patient:innen während der Prozedur schlafen und die Untersuchung nicht wahrnehmen. Alternativ kann sie auch nur mit Rachenspray durchgeführt werden um den Würgereiz zu mildern.


2. Wie bereite ich mich auf die Gastroskopie vor?

- Wichtig ist, nüchtern zur Untersuchung zu erscheinen: in der Regel mindestens 12 Stunden nichts essen und 2 Stunden vorher nichts mehr trinken. Nur so kann der Magen optimal beurteilt werden und das Risiko von Komplikationen wird minimiert.


3. Wie lange dauert die Untersuchung?

- Die eigentliche Gastroskopie dauert meist nur etwa 10-15 Minuten. Mit Vorbereitung, Aufklärung und eventueller Nachbeobachtung bei Sedierung sollte man insgesamt etwa 1– 1,5 Stunden einplanen.


4. Wann ist eine Gastroskopie sinnvoll?

- Bei anhaltendem Sodbrennen, Magenschmerzen, Schluckbeschwerden, unklarer Übelkeit, Blutarmut oder zur Abklärung auffälliger Befunde. Sie dient sowohl der Diagnostik als auch der Vorsorge bzw. Verlaufskontrolle.


5. Was kann bei einer Gastroskopie festgestellt werden?

- Entzündungen der Speiseröhre oder Magenschleimhaut, Refluxschäden, Magengeschwüre, Infektionen (z. B. Helicobacter pylori) sowie gut- oder bösartige Veränderungen. Bei Bedarf können während der Untersuchung Gewebeproben entnommen werden.

Reflux, Sodbrennen und Magenschmerzen lassen sich häufig gut mit Medikamenten behandeln. Treten die Beschwerden jedoch regelmäßig auf oder bestehen sie über längere Zeit, sollte auch die Ursache untersucht werden.

Eine Magenspiegelung ermöglicht die direkte Beurteilung von Speiseröhre und Magen. Dabei kann festgestellt werden, ob Entzündungen, Reflux-Schäden, ein Zwerchfellbruch oder andere Veränderungen vorliegen. Diese Informationen sind entscheidend, um die Behandlung gezielt und nachhaltig auszurichten – statt Beschwerden dauerhaft nur zu unterdrücken.

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